Foto: Klaus Frahm, Hamburg

Preisträger BDA Hamburg Architektur Preis 2010

Columbia Twins²

Hamburg, Große Elbstrasse 273/275

Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Projekt
Columbia Twins²
Architekt
Carsten Roth Architekt, Hamburg
Bauherr
Aug. Prien, Immobilien Gesellschaft für Projektentwicklung mbH, Hamburg

Columbia Twins²

Die beiden Gebäudevolumen der Zwillingstürme verstehen sich als Fortsetzung der östlich des Grundstücks gelegenen Baukörper und schließen an den westlich gelegenen Speicher an. Durch die exponierte Lage zwischen Elbe und Elbhang wird die Maximierung der Durchlässigkeit und eine gleichwertige Haltung des Komplexes in Nord- und Südrichtung zum zentralen Element des Entwurfes. Das Poldergeschoss ist als öffentliches Plateau mit hoher Aufenthaltsqualität definiert. Mit einer spannungsvollen Silhouette und hoher Objektqualität zollen die beiden Solitärbaukörper der Qualität des Standorts Rechnung. Eine Verschlankung zu den Stirnseiten schafft Bezüge zu den Ansichtsbreiten der ‚Perlenkette‘, verbessert die Proportionen, verkürzt die optische Länge der Längsseiten und sorgt damit für eine größere Vertikalität und Eleganz der Volumen. Die Baukörper werden durch Sonderbereiche in Form von geschoßhoch verglasten Einschnitten horizontal getrennt, die die äußere Ablesbarkeit verschiedener Mietungen ermöglicht. Die 8-geschossigen Baukörper orientieren sich in ihrer Höhenentwicklung an dem alten Speichergebäude westlich des Kaispeichers D. Durch die gleichartige Ausbildung und Öffnung der Stirnseiten bzw. Fassaden nach Norden und Süden erhalten die Türme quasi zwei Vorderseiten.

Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Foto: Klaus Frahm, Hamburg
Foto: Klaus Frahm, Hamburg

Preisträger

BDA Hamburg Architektur Preis 2010

Skulptural und doch nicht statisch, monolithisch und doch wandelbar schillernd stehen die Zwillingstürme zeichenhaft als Abschluss der Perlenkette an der Großen Elbstraße. Es geht eine Faszination von diesen Bürogebäuden aus, die sich erst in der Analyse der feinsinnig komponierten Fassade mit ihren von dunkelbronze bis hellgold changierenden, kleinteiligen Edelstahlelementen erschließt. Der Knick in den Längsseiten verändert Licht und Schatten, die Höhenänderung der Fensterbänder, die durchlaufende Wirkung und die irritierenden Natursteinbänder schaffen die homogene Wirkung der Baukörper zum Wasser und zum Land. So entsteht neben der Funktionalität eine Komposition von höchster Qualität.