BDA-SARP-Award 2017

Der BDA-SARP-Award wird vom Bund Deutscher Architekten BDA und dem polnischen Architektenverband SARP getragen.

Die auslobenden Verbände möchten mit dem Architekturpreis als Form des deutsch-polnischen Dialogs die Verständigung zwischen jungen polnischen und deutschen Architekten fördern. Die junge Architektengeneration, die Entwerfer unserer künftigen gebauten Umwelt, treffen sich dazu frei von ideologischen Zwängen zu einem menschlichen und fachlichen Austausch.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesbauministeriums und dem polnischen Ministeriums für Infrastruktur und Entwicklung.

Die Architekturfakultäten der Hochschulen sind jedes Jahr aufgerufen, Abschlussarbeiten (Diplom oder Masterarbeiten) aus dem vorangegangenen Studienjahr vorzuschlagen, die sich durch innovative Ideen und durch die außergewöhnliche schöpferische Begabung des Autors auszeichnen. Jede Hochschule kann jeweils eine Arbeit aus dem Sommersemester und aus dem Wintersemester nominieren.

Zur Geschichte des Preises: Mitte der 1980er Jahre wurde der Preis von der polnischen Architektenvereinigung SARP als Förderpreis für die besten Diplomarbeiten von Absolventen polnischer Hochschulen auf dem Gebiet der Industriearchitektur eingerichtet und seitdem jährlich ausgelobt. Seine Einrichtung erfolgte auf Initiative des bedeutenden Industriebauarchitekten Prof. Dr. Walter Henn (Braunschweig/München) und seiner polnischen Kollegin Frau mgr. inz. arch. Ludmiła Horwath-Gumułowa (Kattowitz), um begabten polnischen Absolventen einen Praxisaufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland zu ermöglichen. Ein hoffnungsvolles Zeichen war der Preis über all die Jahre, als der Eiserne Vorhang Europa politisch teilte und eine fachliche und menschliche Verständigung fast vollständig verhinderte. Altersbedingt hat sich Walter Henn 1999 aus der unmittelbaren Mitwirkung am Wettbewerb zurückgezogen. Seit 1999 beteiligt sich der Bund Deutscher Architekten BDA an diesem Wettbewerb. Daraus entwickelte sich der bilaterale Walter-Henn-Förderpreis als ein gemeinsames deutsch-polnisches Projekt für Absolventen von Hochschulen beider Länder. Auf Wunsch der Familie Henn wurde der Preis 2011 letztmalig als Walter-Henn-Förderpreis vergeben und in BDA-SARP-Award umbenannt.

Der Preis ist als zweistufiges Verfahren aufgebaut. In der ersten Wettbewerbsstufe werden aus den bundesweiten Einreichungen die Verfasser der besten Arbeiten – maximal 18 Absolventen, d.h. neun polnische und neun deutsche – ausgewählt und zu einem Workshop und zur zweiten Wettbewerbsstufe eingeladen. Im Wechsel finden Workshop und Preisverleihung in Warschau und Berlin statt.

Während des zweitägigen Workshops arbeiten die Teilnehmer in Teams zu einer städtebaulichen oder architektonischen Aufgabe zusammen. Die Workshop-Ergebnisse gehen nicht in das Juryvotum ein.

Die Jury tagt am Vortag der Preisverleihung, nachdem alle Finalisten ihre Arbeit den Juroren vorgestellt haben. Der Preis ist mit 2.500 € dotiert. Darüber hinaus werden Auszeichnungen vergeben. Über die Anzahl der Auszeichnungen entscheidet die Jury.

BDA-SARP-Award 2017 vergeben

Der Bund Deutscher Architekten BDA und der polnische Architektenverband SARP haben den diesjährigen BDA-SARP-Award verliehen. Der bilaterale Nachwuchsförderpreis wird an Absolventen der Fachrichtung Architektur vergeben. Hauptpreis und 2. Preis gehen an Absolventinnen aus Aachen und Danzig.

Der BDA-SARP-Award zeichnet jährlich herausragende Abschlussarbeiten im Fach Architektur aus. Darüber hinaus arbeiten exzellente deutsche und polnische Absolventen in einem dreitägigen Workshop zusammen. Die aus allen Nominierungen der Hochschulen ausgewählte Finalisten – jeweils neun Absolventen beider Länder – nahmen dieses Jahr an einem Workshop in Warschau teil.

Die beiden Verbände möchten mit diesem Preis junge Architekten fördern und den Dialog zwischen jungen polnischen und deutschen Architekten stärken. Abschließender Höhepunkt des Zusammentreffens war die Preisverleihung am 21. Mai 2017. Der Präsident des BDA, Heiner Farwick, und der Präsident des SARP, Mariusz Ścisło, vergaben die Auszeichnungen. Der BDA-SARP-Award steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit BMUB und dem polnischen Ministerium für Infrastruktur.

Die Jury vergab einen Hauptpreis (2.000 €), einen 2. Preis (1.000 €), drei Auszeichnungen und eine Auszeichnung für eine Arbeit eines Diskursthemas.

Der Jury gehörten an: Josef Hämmerl (MGF Architekten, Stuttgart), Ewa Kuryłowicz (Architektin, Warschau), Jacek Lenart (Architekt, Stettin), Matthias Schmidt (Osterwold°Schmidt Exp!ander Architekten BDA, Weimar), Grzegorz Stiasny (Architekt, Warschau)

HAUPTPREIS

Julia Cramer, RWTH Aachen
London. Hand and Head
Prof. Anne-Julchen Bernhardt, Prof. Fred Humblé

2. PREIS

Martyna Michalik, Technische Universität Gdańsk
FALOWIEC: Progressive Evolution of Socialist Mass Housing
Prof. PG Dr. Krystyna Pokrzywnicka

 AUSZEICHNUNGEN

Joana Koslowski, Akademie der Bildenden Künste München
Carrara Thermal Bath
Prof. Carlo Baumschlager

Magda Bykowska, Technische Universität Białystok
The Path in Trees
Dr.-Ing. Janusz Grycel

Andreas Zacharatos, RWTH Aachen
Welcome to Greece
Prof. Hartwig N. Schneider, Prof. Dr.-Ing. Rolf Gerhardt

 AUSZEICHNUNG FÜR EINE ARBEIT ZU EINEM BESONDEREN DISKURSTHEMA

Amelie Schlicht, Universität Stuttgart
Refuge for Transience
Prof. Markus Allmann, Prof. Dr. phil. Gerd de Bruyn

BDA-SARP-Award 2017

Julia Cramer, RWTH Aachen: London. Hand and Head

Architekt: Julia Cramer, RWTH Aachen

2. Preis

Martyna Michalik, Technische Universität Gdańsk: FALOWIEC: Progressive Evolution of Socialist Mass Housing

Architekt: Martyna Michalik, Technische Universität Gdańsk

Auszeichnung

Joana Koslowski, Akademie der Bildenden Künste München: Carrara Thermal Bath

Architekt: Joana Koslowski, Akademie der Bildenden Künste München

Magda Bykowska, Technische Universität Białystok: The Path in Trees

Architekt: Magda Bykowska, Technische Universität Białystok

Andreas Zacharatos, RWTH Aachen: Welcome to Greece

Architekt: Andreas Zacharatos, RWTH Aachen

Auszeichnung für eine Arbeit zu einem besonderen Diskursthema

Amelie Schlicht, Universität Stuttgart: Refuge for Transience

Architekt: Amelie Schlicht, Universität Stuttgart

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